Page ID:6877

Service Center

Ihre Nummer für medizinische Fragen

06172 - 2 73 22 22

Arztsuche

Finden Sie Ärzte in Ihrer Umgebung mit dem Tätigkeitsschwerpunkt ADHS.

Behandlung mit Perspektive - Die medikamentöse Therapie

Nicht alle Kinder mit ADHS benötigen Medikamente. Oft ist eine medikamentöse Behandlung jedoch wichtige Grundlage für den Erfolg weiterer Therapiemaßnahmen und kann neben den Kernymptomen vor allem die Lebensqualität und -perspektive deutlich verbessern.

Auch wenn sich eine medikamentöse Behandlung empfiehlt und sich diese Therapieform über mehrere Jahrzente hinweg als wirksam und gut verträglich erwiesen hat, stellt sie für Eltern immer eine schwere Entscheidung dar.

Für und Wider der medikamentösen Therapie

Bevor die Entscheidung für oder gegen eine medikamentöse Behandlung getroffen wird, gilt es, mögliche Nebenwirkungen und die Wirksamkeit einer Therapie sorgfältig abzuwägen. Dabei spielen auch die Spätfolgen einer Nichtbehandlung eine wichtige Rolle, denn durch den Hang zu vorschnellen und unüberlegten Handlungen wird oft auch die Lebensperspektive Betroffener extrem negativ beeinflusst.

ADHS – Spätfolgen

Die Folgen der Nichtbehandlung einer ADHS sind oft weitreichender als die Kernsymptome zuerst vermuten lassen.

So steigt bei einer ADHS die Wahrscheinlichkeit des legalen und illegalen Drogenkonsums, sowie die Verwicklung in kleinere oder größere Straftaten nachweislich an. Zudem haben die Betroffenen durch die gestörte schulische Entwicklung später häufig Probleme einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz zu finden. Auch die Gefahr einer Teenagerschwangerschaft oder Vaterschaft ist weitaus höher als bei gleichaltrigen Jugendlichen.

Die Entscheidung für eine psychotherapeutische, aber auch nicht zuletzt eine medikamentöse Therapie nimmt somit nicht nur Einfluss auf die ADHS-Kernsyptome, sondern auf die gesamte Entwicklung und Perspektive des Betroffenen.

ADHS Medikamente und Therapieziel

Bei einer medikamentösen Behandlung sollte es nicht allein darum gehen, die ADHS-Kernsymptome über einen bestimmten Zeitraum zu unterdrücken. Es geht vielmehr auch darum, die Lebensqualität und die emotionale Befindlichkeit des Kindes zu verbessern, und so eine normale Entwicklung zu ermöglichen.

Die zur Behandlung eingesetzten Medikamente unterscheiden sich zum einen in ihrem Wirkmechanismus, zum anderen in der Länge ihrer Wirkdauer. Nachdem häufig bereits viel Zeit bis zur endgültigen Diagnose vergangen ist, wird oft auf Medikamente zurückgegriffen, die möglichst schnellen Erfolg versprechen. Wichtig ist jedoch, dass die medikamentöse Therapie je nach Art der Beeinträchtigung erfolgt.

Lassen Sie sich unbedingt im Vorfeld eingehend von einem Experten beraten.

Hier finden Sie Hilfe in Ihrer Nähe

Welches Medikament bei welcher Beeinträchtigung

Bei Kindern, die nur in bestimmten Lebensbereichen massiv betroffen sind, sollte dafür gesorgt sein, dass sie in diesen Situationen gut zurechtkommen. Hier eignet sich eine situativ wirksame Medikation mit einer kürzeren Wirkdauer. Für situationsübergreifend beeinträchtigte Kinder dagegen ist dies nicht geeignet, da die behandelten Kinder einen Wechsel zwischen Wirkung und Nicht-Wirkung erleben. Für ein situationsübergreifend betroffenes Kind bedeutet das, dass es während der Wirkdauer gut mit seiner Erkrankung zurechtkommt. Beim Nachlassen der Wirkung fällt es allerdings wieder in die vorigen Schwierigkeiten zurück. Dies kann negative Auswirkungen auf die psychische und soziale Entwicklung haben.

Diese Kinder können von einer medikamentösen Therapie profitieren, die kontinuierlich von morgens bis morgens wirkt. So kann auch das Familienleben entlastet werden, indem neben den Kernsymptomen das soziale und emotionale Befinden verbessert werden kann. So kann den betroffenen Kindern die Möglichkeit geboten werden, ihr volles Potenzial zu entfalten.