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Was ist ADHS?

ADHS ist eine neurobiologische Erkrankung mit erheblichen sozialen Auswirkungen. Aufgrund der verschiedenen Ausprägungen der Symptome erfordert das Stellen der Diagnose einen hohen Aufwand und viel Erfahrung. Durch eine passende Therapie kann jedoch der Verlauf der Erkrankung positiv beeinflusst werden.

Viele Namen - eine Diagnose

Die Abkürzung ADHS bezeichnet die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.

Häufig trifft man auf weitere Bezeichnungen und Abkürzungen, wie z.B. das bekannte „Zappelphillip Syndrom“ oder ADS. Diese unterschiedlichen Beschreibungen resultieren aus den vielen verschiedenen Ausprägungen der Kernsymptome. Es handelt sich dabei immer um dieselbe Erkrankung.

Kernsymptome – woran erkennt man ADHS?

Aufmerksamkeitsstörungen können mit und ohne Hyperaktivität (ADHS/ADS) auftreten. Bezeichnend für eine ADHS Erkrankung ist, dass sich die Probleme nicht auf bestimmte Situationen wie Schule oder Hausaufgaben beschränken, sondern durchgehend auftreten können.

Häufige ADHS-Kernysmptome

Unaufmerksamkeit
  • schlechte Konzentration
  • leichte Ablenkbarkeit
  • Vergesslichkeit
Impulsivität
  • ständiges Unterbrechen und Stören anderer
  • Herausplatzen mit Antworten
  • nicht warten können
Hyperaktivität
  • extremer Bewegungsdrang
  • motorische Unruhe
  • ständiges Laufen und Klettern
  • Ruhelosigkeit / Getriebenheit

Unaufmerksam ist nicht gleich krank!

Natürlich sind Impulsivität, Unaufmerksamkeit und ein ausgeprägter Bewegungsdrang gerade bei Kindern im schulpflichtigen Alter durchaus normal.  

Eine ADHS-Erkrankung bringt jedoch häufig weitere Probleme mit sich. Zum Beispiel eine schlechte soziale Integration, Aggressivität, mangelhafte Schulleistungen und gefahrenträchtiges Verhalten. Insgesamt entsprechen die Auffälligkeiten und das Verhalten der Kinder nicht ihrem Alter.

Der Weg zum Arzt – je früher desto besser

Sollten Sie Verdacht auf eine ADHS-Erkrankung haben, scheuen Sie sich nicht, so schnell wie möglich kompetente fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Hier finden sie Hilfe in Ihrer Nähe

Keine Therapie ohne Diagnose!

Erst wenn eine gesicherte Diagnose vorliegt, können geeignete Therapiemaßnahmen erarbeitet werden. Da ADHS jedoch nicht durch eine einfache „Blickdiagnose“, ein Blutbild oder ein kurzes Gespräch festgestellt werden kann, erfordert die Diagnosestellung viel fachliche Erfahrung.

Um sicher zu gehen, dass es sich um eine ADHS-Erkrankung handelt, ist eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum hinweg unerlässlich. Zusätzlich werden eine ganze Reihe von Untersuchungen durchgeführt.

Stellen der Diagnose – im Detail

Um andere Erkrankungen auszuschließen, gehört zur Basisdiagnostik eine eingehende körperlich-neurologische Untersuchung. Gegebenenfalls auch Laboranalysen und ein EEG.

Sehr wichtig ist zudem die ausführliche Betrachtung der Vorgeschichte des Kindes und seiner Familie. Hierzu werden Fragebögen und Angaben von Dritten einbezogen. Auch die Durchsicht der Zeugnisse, aktuelle Situationsbeschreibungen der Lehrer und von ihnen ausgefüllte Fragebögen sind dabei unverzichtbar.

Psychologische Testverfahren sowie Intelligenz- und Aufmerksamkeitstests können die Diagnostik ergänzen.

Therapie

Nach der Diagnose wird ein auf den Patienten zugeschnittener, individueller Therapieplan entwickelt. Ziel einer jeden Therapie ist die Steigerung der Lebensqualität in allen Lebensbereichen. Auf diese Weise können auch von ADHS betroffene Kinder ihr volles Potenzial ausschöpfen und sich normal entwickeln.

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