ADHS - Irrglauben und Fakten
Obwohl der Wissensstand zu ADHS sehr umfangreich ist, kursieren leider viele Fehlinformationen und veraltete Auffassungen über das Krankheitsbild.
Hier finden Sie die wichtigsten Fakten über ADHS zusammengefasst.
ADHS ist kein Erziehungsproblem
ADHS wird nicht durch das Verhalten oder die Erziehung der Eltern verursacht. Bei ADHS handelt es sich um eine neurobiologische Erkrankung/Funktionsstörung, die nahezu alle Lebensbereiche beeinflusst.
ADHS ist keine Seltenheit
Etwa 3 bis 7 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter sind von ADHS betroffen. In Deutschland sind ca. 500.000 Kinder an ADHS erkrankt.
ADHS ist damit eines der häufigsten chronisch verlaufenden Krankheitsbilder bei Kindern und Jugendlichen.
Jungen sind dabei drei bis neunmal häufiger von ADHS betroffen als Mädchen.
ADHS wächst sich nicht aus
Lange glaubte man, ADHS wäre eine reine Kinderkrankheit und man würde später „von selbst“ der Krankheit entwachsen. Heute weiß man, dass ADHS bis ins Jugend- und Erwachsenenalter fortbestehen kann.
Bei rund zwei Dritteln bleiben die Symptome bis ins Erwachsenenalter, wenn auch in veränderter Form, erhalten. Meist herrscht die Aufmerksamkeitsstörung vor. ADHS stellt somit auch bei Erwachsenen eine behandlungsbedürftige psychische Störung dar.
Mehr zu ADHS im Erwachsenenalter
ADHS ist nicht gleich dumm
Kinder mit ADHS sind im Durchschnitt nicht mehr und nicht weniger intelligent als ihre Altersgenossen. Sie können aber aufgrund der Erkrankung ihr intellektuelles Potenzial oft nicht voll ausschöpfen. Eine geeignete Therapie kann heutzutage eine normale Entwicklung fördern.

