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Bericht eines Betroffenen

Mein Leben mit ADHS: die Geschichte des Lukas

Die Diagnose und Therapie bei Kindern mit ADHS beginnt häufig in einem Alter, in dem diese noch nicht so genau ausdrücken können, wie sie sich fühlen. Jugendliche hingegen können ihre Gefühle und Gedanken meist besser erklären.

 


Wie das Leben mit ADHS sich für ihn anfühlt und welche Rolle die richtige Therapie dabei spielt, erzählt die bewegende Geschichte des 15-jährigen Lukas. ADHS wurde bei ihm im Alter von 7 Jahren diagnostiziert. Seit einem Jahr erhält er nun ein Medikament, das kontinuierlich wirkt sowie eine Verhaltenstherapie.


 

Ein Patient erzählt

Film abspielen (Dauer 3:11 min)

"Mein Leben mit ADHS war wie eine Gefühlsachterbahn. Heute fühle ich mich endlich gut."

    Ich habe Freunde, die mich gerne haben und Eltern, die mich so mögen, wie ich bin. Sogar in der Schule läuft es o.k. und im Fußballverein spiele ich sogar in der ersten Mannschaft“. 

"Früher war das anders. Da habe ich nur Stress gemacht"

     Zuhause, im Kindergarten und in der Schule:  Immer habe ich Streit angefangen und deshalb hatte ich auch keine Freunde. Dann habe ich ab der dritten Klasse von meinem Arzt die ersten Tabletten bekommen. Nun konnte ich mich in der Klasse besser einbringen und die Schularbeiten mit Mama haben auch mehr Spaß gemacht. Doch spätestens abends war ich wieder so gereizt und angespannt, dass es erst mit meinem Papa Ärger gab - und dann mit dem Rest der Familie. Warum meine Gefühle zwischen Tag und Abend immer so schwankten, war mir total unklar. Ich spürte nur, dass es auf Dauer keiner mit mir aushalten konnte.“

"Mein Arzt hat mir erklärt, wie mir moderne Medikamente helfen können."

    „Mit 13 hatte ich keinen Bock mehr auf die damaligen Tabletten und auf dieses tägliche Auf und Ab der Gefühle. Ich hörte mit der kompletten Therapie auf. Doch es wurde eher schlimmer als besser. Mein Arzt hat mir dann erst einmal klar gemacht, wie das alles zusammenhängt: ADHS, Therapie, Medizin und auch die Gefühlsschwankungen. Er hat mir auch erklärt, dass es jetzt moderne Medikamente gibt, die mir vielleicht helfen könnten. Tabletten, die kontinuierlich wirken. Und die habe ich dann auch genommen."

"Wie gesagt, mir geht es jetzt prima."

    „Papa findet, dass ich nicht mehr so launisch bin und häufig vergesse ich sogar mein ADHS. Das merken auch andere: Ich habe jetzt meine erste Freundin. Ein bisschen anders zu sein, ist offensichtlich ganz cool...“

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