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Problemkind oder von ADHS betroffen? Wege zum geordneten Unterricht

Für Lehrer stellt der tägliche Umgang mit sogenannten „Problemkindern” in der Klasse eine besondere Belastung dar. Unruhige und ungezogene Kinder hat es zwar schon immer gegeben, aber es hat den Anschein, dass es nicht nur immer schwieriger wird, mit ihnen umzugehen, sondern es auch immer mehr Kinder gibt, die eine besondere Aufmerksamkeit des Lehrers erfordern. In Anbetracht großer Klassen und straffer Lehrpläne eine fast unlösbare Aufgabe.

ADHS – statistisch gesehen auch in Ihrer Klasse

Zu den problematischen Kindern gehören auch diejenigen, die an der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden. Bestimmt haben Sie von ADHS schon gehört, gelesen oder selbst bereits Erfahrungen mit ADHS-Kindern in der Klasse gemacht – bei rund 500.000 betroffenen Kindern in Deutschland müsste sich rein statistisch gesehen in jeder Schulklasse durchschnittlich ein Kind mit ADHS befinden.

Die Kernsymptome dieser Erkrankung (Unaufmerksamkeit, Impulsivität, Hyperaktivität) ermöglichen es den Betroffenen mitunter nicht, dem Unterricht zu folgen, und erschweren es Ihnen als Lehrer, einen geordneten Unterricht durchzuführen.

Ihre Initiative ist entscheidend

Als Lehrer verbringen Sie viele Stunden des Tages mit Ihren Schülerinnen und Schülern. Sie verfügen über die entsprechende pädagogische Kompetenz, Kinder gemäß ihren Fähigkeiten zu fördern, sie zu bilden und zu erziehen. Zudem erleben Sie die Kinder in der Schule in einem völlig anderen sozialen Kontext als die Eltern.

Ein geschärfter Blick für das Krankheitsbild ADHS ermöglicht es Ihnen, die ersten Weichen für eine Differenzialdiagnostik von auffälligen Kindern zu stellen und – für Sie als Lehrer entscheidend – den Unterricht mit einem ADHS-Kind in der Klasse so zu gestalten, dass er entspannter ist.

ADHS erkennen lernen

In Bezug auf ADHS ist es für Lehrer und Eltern ein wichtiger Schritt, über ein gemeinsames und gut begründetes Wissen zu verfügen, worin sich ADHS äußert und was das für das Kind und alle weiteren Beteiligten in ihrer besonderen Situation bedeutet.

Mehr über das ADHS Krankheitsbild und typische Verhaltensmuster erfahren.

In jedem Fall besteht der erste logische Schritt – noch vor der Erarbeitung geeigneter pädagogischer Maßnahmen für ein Kind – in einer möglichst genauen Beschreibung des Verhaltens des Kindes: Was fällt im Unterricht im Einzelnen auf? Mit welchen Verhaltensweisen behindert das Kind sich selbst oder auch andere Kinder der Klasse? Andererseits: Welche Stärken bzw. positiven Aspekte bringt das Kind in den Unterricht ein?

Unser Fragenbogen zur Verhaltensbeobachtung hilft Ihnen bei Ihrer ersten Einschätzung.

Geordneter Unterricht trotz ADHS

Jedes Kind mit dem Störungsbild ADHS ist anders und in unterschiedlichen schulischen Bereichen beeinträchtigt – es benötigt individuelle pädagogische Strategien, die Ihnen und dem Kind das schulische Miteinander erleichtern können.

In unserem Informationsbereich für Pädagogen finden Sie unterschiedliche Vorlagen und ausgewählte Techniken für einen erfolgreichen Unterricht mit von ADHS betroffenen Kindern.