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Newsletter 01 2007

Was ist nur mit meinem Enkel los?

Die Großmutter des kleinen Tim war ratlos: Bei seinen Besuchen war der Junge kaum zu bändigen und stritt ständig mit den anderen Enkeln. Auch Freunde hatte er kaum. Heute weiß die Großmutter, hinter Tims Problemen steckt ADHS.

Tims Oma merkte, dass der Junge selbst unter der Situation litt und zusehends unglücklicher wurde. „Ich habe versucht, meiner Tochter in der Erziehung zur Seite zu stehen. Unsere Gespräche endeten aber oft im Streit. Dabei wollte ich meinem Enkel doch helfen“, so die Großmutter. Bis zur Diagnose von ADHS ist es für viele Familien ein harter Weg. Die neurobiologisch bedingte Störung beeinträchtigt das Familienleben stark. Schuldgefühle der Eltern und Vorwürfe von außen, in der Erziehung versagt zu haben, führen oft zu Konflikten.


Diagnose ADHS bringt Gewissheit

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Auch Tims Familie wusste keinen Rat mehr. „So konnte es nicht weiter gehen“, erzählt die Großmutter. Sie überzeugte ihre Tochter, mit ihrem Sohn einen erfahrenen Kinder- und Jugendpsychiater aufzusuchen, der bei dem Jungen schließlich ADHS feststellte. „Endlich wussten wir, was mit Tim los ist“, berichtet die Großmutter. Seit der Diagnose erhält Tim eine multimodale Therapie, die neben Verhaltenstherapie und Elternberatung eine medikamentöse Behandlung beinhaltet. Tims Großmutter war zunächst skeptisch: „Ich hatte Angst, die Medikamente könnten meinen Enkel einfach ruhig stellen, ohne seine Probleme zu lösen.“

Medikamentöse Behandlung kann Lebensqualität verbessern

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Eine medikamentöse Therapie kann für Kinder mit ADHS jedoch wichtig sein. „Ein Ziel der Behandlung ist es, die Lebensqualität des Kindes zu verbessern“, betont ADHS-Experte Thomas E. Brown von der Yale University. Sie soll es dem Kind ermöglichen, wieder sein volles Potenzial auszuschöpfen. „Eine kontinuierliche Medikamentenwirkung mit innovativen Präparaten kann eine Entspannung des Familienlebens bewirken und auch besonders schwierige Tageszeiten, in denen die Belastung für die Familie am größten ist, abdecken“, fügt sein Kollege Craig L. Donnelly vom Dartmouth-Hitchcock Medical Center hinzu.
Für Tim und seine Familie hat sich die Situation durch die Therapie deutlich entspannt. „Auch sein Selbstvertrauen hat er wieder“, berichtet seine Oma stolz.


Wie kann man Großeltern mit einbeziehen?

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  • Informieren Sie die Großeltern über ADHS. Wenn sie die Probleme ihres Enkels verstehen, können sie ihm besser helfen.
  • Unterstützen Sie die Großeltern im Umgang mit dem Kind. Sprechen Sie sich gegenseitig ab, welche Strukturen und Regeln für das Kind wichtig sind.
  • Regen Sie einen gemeinsamen Ausflug an, z. B. in den Zoo. Das entlastet Sie und festigt die Beziehung zwischen Enkel und Großeltern.
  • Das Übertragen sinnvoller Aufgaben stärkt das Selbstbewusstsein des Kindes. Es kann z. B. kleine Einkäufe für die Großeltern erledigen.
  • Wenn das Kind sich positiv verhält oder ein Erfolgserlebnis hat, sollte nicht mit Lob gespart werden. Das spornt an und motiviert.
  • Auch Großeltern sollten die positiven Eigenschaften Ihres Enkels fördern. Kinder mit ADHS sind oft sehr kreativ, hilfsbereit oder begeisterungsfähig.
  • Kinder mit ADHS brauchen viel Zuneigung. Das Kind sollte das Gefühl haben, so angenommen zu werden, wie es ist.

Weitere Informationen zum Thema ADHS erhalten Großeltern am kostenlosen Servicetelefon unter 0800/1016385. Hier können Sie auch den „Leitfaden ads/adhs“ des Hamburger Arbeitskreises ads/adhs mit vielen Informationen und Tipps kostenfrei bestellen oder downloaden.

Hätten Sie gewusst....

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  • ... dass ADHS eine der häufigsten psychiatrischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen ist?
  • ... dass Erbfaktoren eine große Rolle spielen?
  • ... dass 88% der Eltern die ADHS-Erkrankung ihres Kindes als Stressfaktor oder Sorgenquelle empfinden?

Leseraktion 'Unsere Welt'

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Für Familien mit ADHS betroffenen Kindern ist kein Tag wie der andere. Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität bereiten innerhalb wie außerhalb der Familie Probleme und stellen Kind und Eltern täglich vor neue Herausforderungen. Zugleich sorgen die Kinder durch ihre ausgeprägte Kreativität, Fantasie und Hilfsbereitschaft immer wieder für Überraschungen. In jedem Fall braucht ein Kind mit ADHS besondere Unterstützung – nicht nur für einen funktionierenden Alltag. Das emotionale Wohlbefinden des Kindes ist häufig durch fehlende Freundschaften und ein geringes Selbstbewusstsein beeinträchtigt und muss gefördert werden. Viele Familien entwickeln daher besondere Strukturen und Strategien im Umgang mit ADHS.


Ihre Erfahrungen sind gefragt!

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Der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen ist für Eltern besonders wichtig. Wir möchten unsere Leser dabei unterstützen: Was hat Ihrem Kind im Alltag besonders geholfen? Welche Tipps im Umgang mit ADHS können Sie anderen betroffenen Familien an die Hand geben? Auch ein besonders schönes Erlebnis kann Mut machen.
Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen, Ratschläge und Gedanken. Eine Auswahl Ihrer Beiträge werden wir in den nächsten Newsletter-Ausgaben veröffentlichen. Einen vorgefertigten Rücksendebogen mit Platz für Ihren Beitrag finden Sie hier.


Ihre Beiträge senden Sie bitte bis zum 21.02.2007

  • per Fax an 0611/16 08 615
  • per Post an

„Unsere Welt“
Humboldtstraße 11
65189 Wiesbaden

Service

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Winter-Rezept: Kinder-Punsch
Zutaten:
1/8 Liter Wasser
150-200g Zucker
4 Nelken
1/4 Stange Zimt
1/2 Liter Grapefruitsaft
1/4 Liter Orangensaft
1/4 Liter Apfelsaft

 

Zubereitung:
Das Wasser mit dem Zucker und den Gewürzen zum Kochen bringen und abgedeckt etwas ziehen lassen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen und den Grapefruit-, Orangen- und Apfelsaft zugeben. Die Flüssigkeit wieder erhitzen, aber nicht kochen lassen. Den Kinder-Punsch mit Zucker abschmecken und in Tee-Gläser füllen.

Quelle: www.kinderrezepte.de

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ADHS-Webkonferenz.

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„ADHS? Ursachen, Diagnose und Therapie“ Aufzeichnung des Vortrags von Fr. Prof. Dr. Caby und anschließender Fragerunde.
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