Eltern wollen vor allem eines für ihre Kinder: Sie glücklich und zufrieden sehen – was dabei aus Sicht der Kinder am wichtigsten ist, verdeutlichen Umfragen wie die kürzlich vom ZDF durchgeführte.
Kinder fühlen sich am wohlsten, wenn sie mit der Familie und mit Freunden zusammen sein können. Neben einer Studie von Unicef und der Zeitschrift GEOlino1, die bereits in Ausgabe 4/2007 vorgestellt wurde, bestätigt dies nun eine weitere Befragung2. In der Untersuchung des ZDF, bei der mehr als 1000 Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren befragt wurden, sind Familie und Freunde die Lebensbereiche, die ihr Wohlbefinden am entscheidendsten beeinflussen.
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Wichtige Basis für Kinder: Das soziale Umfeld und ein stabiles Selbstwertgefühl
Die Familie bildet für die Kinder ein Fundament, das ihnen ein hohes Maß an Anerkennung entgegenbringt. Hier erfahren sie Zuneigung, das Gefühl, geliebt zu werden, sowie Verlässlichkeit und Sicherheit. Eine große Rolle spielen in diesem Zusammenhang gemeinsame Aktivitäten. Rund zwei Drittel der befragten Kinder unternehmen mindestens einmal wöchentlich etwas mit ihrer Mutter, etwa die Hälfte mit dem Vater. Bezogen auf einzelne Lebensbereiche bezeichnen sich jedoch die meisten Kinder als „total glücklich“, wenn sie mit ihren Freunden zusammen sind, so das Ergebnis der ZDF-Befragung. Gemeinsame Unternehmungen mit ihnen werden mit zunehmendem Alter noch wichtiger und zählen somit zu den häufigsten Freizeitbeschäftigungen der Kinder. Ein weiterer Faktor, der zum Wohlbefinden beitragen kann, ist ein positives Selbstwertgefühl.
Im Wechselbad der Gefühle
Kinder mit ADHS haben jedoch häufig Probleme in genau diesen Bereichen. Viele haben sich mal einigermaßen gut im Griff, mal weniger; sie erleben ein ständiges Wechselbad der Gefühle, vor allem, wenn die Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität den Kindern nicht nur das „Mithalten“ in der Schule erschweren, sondern auch das Miteinander im Familien- und Freundeskreis belasten. Die Kinder geraten beispielsweise durch ihre Impulsivität mit Geschwistern oder Gleichaltrigen schnell in Streit und werden dann häufig beim Spielen ausgeschlossen – mit negativen Folgen für das Selbstwertgefühl und die soziale Integration der betroffenen Kinder3,4. Hier kann eine situationsübergreifende Therapie helfen, die neben den Kernsymptomen auch die gestörte emotionale Befindlichkeit verbessern kann – für ein gelingendes Leben!
Die Narren sind los!
Kinder haben an der „fünften Jahreszeit“ ihre besondere Freude: Sie lieben es, sich zu verkleiden und für einen Tag in eine andere Rolle zu schlüpfen. Wenn sie den anderen mit Stolz ihr Kostüm präsentieren, tut das auch dem Selbstbewusstsein gut. Eine eigene Faschingsparty zu veranstalten, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die folgenden Ideen sollen dazu beitragen, dass das närrische Fest ein voller Erfolg wird.

Bildquelle: irisblende.de
Die Dekoration: Je bunter, desto besser lautet das Motto. Um einen Partyraum faschingstauglich zu machen, genügen jedoch schon einfache Gestaltungsideen. Ein paar farbige Girlanden, Lampions oder mit Gesichtern bemalte Luftballons werden an einer Kordel kreuz und quer durch den Raum gespannt. Dazwischen können Süßigkeiten und kleine Geschenke befestigt werden, die später beim Spielen als Preise vergeben werden. Auf dem Tisch dürfen Luftschlangen und Konfetti, das man mit Hilfe eines Lochers selbst herstellen kann, nicht fehlen. Bei diesen Vorbereitungen kann auch Ihr Kind tatkräftig mithelfen.
Das Programm: Ein besonderes Highlight setzen Sie, wenn die Kinder nicht schon verkleidet auf die Party kommen, sondern ihr Kostüm dort selbst gestalten. Schöne Masken lassen sich beispielsweise aus Papptellern oder Pappmaché herstellen (siehe Basteltipp). Für die Verkleidung stellen Sie Karnevalskostüme der letzten Jahre, ausrangierte Kleidung, Hüte, Tücher, Ketten und Schuhe bereit. So kann sich jedes Kind sein Kostüm nach Herzenslust zusammenstellen. Bei der anschließenden Kostümprämierung dürfen die kleinen Gäste ihre Kunstwerke auf dem „Laufsteg“ präsentieren und werden dafür mit einer Kleinigkeit belohnt.
Austoben können sich die Kinder am besten beim gemeinsamen Tanzen, das gut mit einem Spiel wie dem „Stopptanz“ verbunden werden kann. Sobald die Musik angehalten wird, verharren die Kinder in ihrer Position und bewegen sich erst wieder, wenn das Lied weitergeht. Beliebt sind auch Luftschlangen-Weitpusten oder eine Polonaise, bei der die Kinder einem Hindernis-Parcours folgen.
Die Verpflegung: Nach der Anstrengung haben sich die Gäste eine Stärkung verdient. Passend zum Fasching kann auch das Essen in einer Verkleidung daherkommen. Zuckerguss, Speisefarben und bunte Streusel machen aus einem einfachen Kuchen ein Clownsgesicht. Auf diese Weise können die Kinder auch Faschingskrapfen selbst verzieren. Fingerfood wie Pizzabrötchen, Hackfleischbällchen oder Käsespieße kommen ebenfalls immer gut an.
| Basteltipp: Faschingsmasken Sie brauchen:
Als Grundlage für Masken eignen sich Wellpappe, festes Tonpapier oder Pappteller. Das Material wird in die gewünschte Form zugeschnitten und je nach Belieben mit Löchern für Augen, Nase und Mund versehen. Ob wilder Löwe, Fee oder eine Fantasiegestalt – bei der Verzierung der Masken sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Einige Vorlagen können Sie unter www.gratis-malvorlagen.de finden. Sie können mit Wasserfarben, Filz- oder Glitzerstiften bunt bemalt werden. Tolle Akzente setzen auch aufgeklebte Federn, Pailletten oder Perlen. Als Haare eignen sich Luftschlangen oder Tonpapierstreifen. Zuletzt wird an den Seiten ein Gummiband befestigt – und schon kann der Maskenspaß losgehen! ! Buchtipp: Weitere Maskenideen liefert Ihnen "Der große Schminkspaß" vom OZ-Verlag für 12,90 Euro (ISBN-10: 3898586766).
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Neue ADHS-Broschüre: „Einfach Kind sein – mit ADHS“
Seit Anfang des Jahres können sich Eltern in einer neuen Broschüre umfassend über ADHS, die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten informieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen, die die Erkrankung auf das Leben des betroffenen Kindes, seine Gefühle und sein Wohlbefinden haben kann. Die Broschüre wurde in Zusammenarbeit mit erfahrenen ADHS-Experten erstellt und soll Eltern dabei unterstützen, einen ersten Schritt zur Verbesserung der Situation zu machen. Mit Hilfe eines heraustrennbaren Fragebogens können Auffälligkeiten des Kindes festgehalten und diese Beobachtungen für das Gespräch mit dem Arzt genutzt werden. Eine Kontaktliste deutscher Selbsthilfegruppen ergänzt das Serviceangebot.
| Die Broschüre „Einfach Kind sein – mit ADHS“ kann kostenfrei im Internet unter www.info-adhs.de in der Rubrik „Service“ bestellt oder heruntergeladen werden. |
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