Kinder mit ADHS haben oft eine eigene Sicht auf ihre Erkrankung und die damit verbundenen Probleme. Eine Behandlung sollte diese Perspektive daher nicht vernachlässigen.
Bei der Behandlung von ADHS bei Kindern und Jugendlichen stand bisher vor allem die Verbesserung der Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität, hauptsächlich in leistungsgeprägten Alltagssituationen wie Schule und Erledigung von Hausaufgaben, im Vordergrund. Den betroffenen Kindern sollte in erster Linie ein Zurechtkommen in Situationen ermöglicht werden, in denen Konzentrations- und Leistungsfähigkeit gefordert sind. Verbesserungen zeigten sich somit zum Beispiel in der Schule besonders deutlich. Bei Kindern, die in vielen verschiedenen Lebensbereichen, das heißt situationsübergreifend, stark von ADHS beeinträchtigt sind, reicht diese Sichtweise jedoch nicht aus. Für sie stehen neben den Kernsymptomen weitere Aspekte im Vordergrund, die von den Kindern und Jugendlichen selbst oft als besonders belastend empfunden werden: die emotionalen und sozialen Probleme, die ADHS mit sich bringen kann.
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„Keiner will mit mir spielen“
Der 15-jährige Lukas fasst seine Kindheit mit ADHS folgendermaßen zusammen: „Immer habe ich Streit angefangen und hatte deshalb keine Freunde.
Abends war ich dann so gereizt und angespannt, dass es erst mit meinem Papa Ärger gab - und dann mit dem Rest der Familie. Wie er haben viele betroffene Kinder Schwierigkeiten, Beziehungen zu Gleichaltrigen oder auch in der Familie aufzubauen und langfristig zu pflegen. Sie haben ihre Erkrankung mal mehr, mal weniger gut im Griff. Dies erleben sie häufig als ein Wechselbad der Gefühle und geraten dann oft in Streit mit Gleichaltrigen oder Geschwistern. Die Folge: Die Kinder werden ausgegrenzt. Aussagen wie „Ich werde nie zu einem Kindergeburtstag eingeladen“, „Die anderen sagen ja sowieso nur: Geh weg!“ oder „Keiner will mit mir spielen“ zeigen, dass die Kinder diese Ablehnung meist sehr deutlich wahrnehmen. Sie ziehen sich daraufhin immer mehr zurück und verlieren an Selbstvertrauen.
Soziale Unterstützung bieten
Leidet ein Kind durch ADHS unter emotionalen und sozialen Problemen, ist es besonders auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Es benötigt das Gefühl, in ein stabiles soziales Netz eingebunden zu sein.1 Eltern können ihrem Kind zum Beispiel Sicherheit und Geborgenheit vermitteln, indem sie verstärktes Interesse für seine Gedanken und Probleme zeigen. Neben den Kernsymptomen kann die emotionale Befindlichkeit zudem durch eine gezielte Behandlung verbessert werden. Dazu stehen heute neben Bausteinen wie Verhaltens- und Psychotherapie medikamentöse Therapieoptionen zur Verfügung, die kontinuierlich von morgens bis morgens wirken. So erhält das Kind die Chance auf eine normale Entwicklung und eine Lebensperspektive.
Bunte Herbstbasteleien
Im Herbst bietet die Natur wie in keiner anderen Jahreszeit eine Fülle an Bastelmaterialien. Ob bunte Blätter, Kastanien oder Eicheln – nahezu jedes Naturprodukt lässt sich zu kleinen Kunstwerken gestalten. Nutzen Sie die letzten warmen Sonnenstrahlen für einen Spaziergang mit Ihrem Kind und gehen Sie dabei auf die Suche nach bunten Schätzen. Zu Hause können Sie das Material dann gemeinsam verarbeiten.
Viel Spaß beim Basteln!
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