Unser Fühlen,Wahrnehmen, Denken und Handeln wird von Nervenzellen in verschiedenen Teilen unseres Gehirns gesteuert. Diese Zellen stehen aber nicht direkt miteinander in Verbindung, sondern sind durch einen schmalen Spalt voneinander getrennt. Um „Informationen“ oder „Befehle“ von einer Nervenzelle zur nächsten zu übermitteln, muss dieser Spalt überwunden werden. Dies geschieht mit Hilfe von Botenstoffen – den so genannten Neurotransmittern. Die beiden wichtigsten im Zusammenhang mit ADHS sind Dopamin und Noradrenalin.
Bei ADHS Kindern besteht eine Fehlregulierung bestimmter Botenstoffe. Durch diese Fehlregulierung ist der Informationsaustausch zwischen verschiedenen Bereichen des Gehirns gestört. Die Botenstoffe werden zu schnell aus dem Spalt entfernt, bevor sie „Zeit“ hatten, ihre Informationen an die nächste Nervenzelle weiterzuleiten. Betroffen sind bei ADHS-Kindern besonders die Teile des Gehirns, die beim Ordnen der Gedankenflut und der Steuerung der Aktivität eine wichtige Rolle spielen. Dadurch werden einströmende Reize aus der Umwelt nicht richtig kanalisiert, die Lern- und Gedächtnisfunktionen werden beeinträchtigt. Die Kinder sind daher ablenkbar und unkonzentriert, können ihr Verhalten schlecht kontrollieren, außerdem sind sie impulsiv und motorisch unruhig.
ADHS-Medikamente sorgen dafür, dass die Informationsweiterleitung zwischen den Nervenzellen wieder ins Gleichgewicht kommt und die verschiedenen Gehirnteile wieder besser miteinander kommunizieren können. Wie ein solches Medikament wirkt, können Sie sich in Form eines kleinen Videos auf unserer Webseite ansehen.
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Hinweis: Die Animation ist mit einer begleitenden Tonspur hinterlegt.
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