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Tipp 6: Wie gehe ich mit Lehrern, Bekannten und Verwandten um?

Unkonzentriert und ADHS

ADS/ADHS ist eine Krankheit, die sich unter anderem direkt auf die Menschen im Umfeld des Kindes auswirkt. Daher überlegen Sie vielleicht: Wie gehe ich mit Lehrern, Bekannten und Verwandten um?

 

 

 

Viele Eltern zerbrechen sich besonders darüber den Kopf, wie und ob sie den Lehrern die Diagnose ADHS mitteilen. Auch wenn es Ihnen nicht leicht fällt, sollten Sie versuchen, den Lehrer von der Diagnose zu unterrichten und für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Bedenken Sie, dass die Symptome von ADHS in der Schule üblicherweise am stärksten auftreten und Ihr Kind im besonderen Maße darauf angewiesen ist, eine positive Beziehung zur Lehrkraft zu haben und von dieser anerkannt zu werden. Häufig sind die Lehrer im Interesse des Kindes für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.

Gespräch mit dem Lehrer

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Hilfreich ist dafür ein offenes Gespräch mit dem Lehrer, bei dem Sie sachlich über das Störungsbild aufklären. Versuchen Sie auf jeden Fall auch die Position des Lehrers zu verstehen. Vermeiden sollten Sie möglichst, den Lehrer in aggressiver Weise unter Druck zu setzen. Dies führt in der Regel zu noch weniger Unterstützung für Ihr Kind.

Bleiben Sie in Ihren Forderungen realistisch (z.B. könnten Sie den Lehrer bitten, Ihr Kind in die erste Reihe zu setzen). Es ist leider häufig so, dass in großen Klassen viele Kinder Hilfe brauchen und die Möglichkeiten des Lehrers begrenzt sind.

Haben Sie das Gefühl, der Lehrer will überhaupt nicht auf Ihre Argumente eingehen, wenden Sie sich am besten an den Schulleiter oder den zuständigen Schulpsychologen. Ist die Situation mit einer Lehrkraft völlig verfahren, kann es in seltenen Fällen sinnvoll sein, einen Klassenwechsel anzustreben.

Bekannte und Verwandte

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Ausgeschlossenes ADHS Kind

Bei Bekannten und Verwandten brauchen Sie nur die Personen einzuweihen, die näher an der Erziehung Ihres Kindes beteiligt sind. Sind z.B. die Großeltern nur gelegentlich mit den Kindern zusammen und kommen gut mit ihnen klar, müssen sie nicht unbedingt aufgeklärt werden. Sind sie jedoch mehr in die Erziehung involviert, sollten sie auf jeden Fall über die ADHS-Symptomatik informiert werden.

Auch hier ist Pragmatismus angesagt. Selbst durch die besten Argumente lassen sich manche Großeltern und Verwandte nicht überzeugen. Manchmal gelingt es nur, sich auf minimale Erziehungsprinzipien zu einigen (z.B. dass erst die Hausaufgaben gemacht werden müssen, bevor Ihr Kind zum Spielen gehen darf). Manchmal gibt es wenig einfühlsame Reaktionen (z.B. "Jetzt stell dich nicht so an, wir haben das früher auch alles geschafft"). In solchen Fällen macht es keinen Sinn weitere Aufklärung betreiben zu wollen.

Verständnis können Sie neben den Fachleuten v.a. von anderen betroffenen Eltern bekommen. Die Elterninitiativen können Ihnen dazu Gruppen in Ihrer Region nennen.

Eine Übersicht von Elterninitiativen und Organisationen finden Sie hier.

Gespräch mit dem LehrerBekannte und Verwandte

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