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Familie und Freunde – Kommunikation statt Konflikte

Gerade in der Familie und im Freundeskreis ist ein offener Umgang mit der Diagnose ADHS wünschenswert. Trotzdem ist es nicht einfach, Angehörige und Freunde für die Krankheit zu sensibilisieren.

Angehörige

Oft gibt es auch im eigenen Verwandtenkreis Menschen, die das Verhalten eines von ADHS betroffenen Kindes auf Versäumnisse in der Erziehung zurückführen. Besonders beim Thema medikamentöse Therapie stößt man auch im engeren Verwandtenkreis häufig auf verständnislose Ablehnung. Versuchen Sie im offenen Gespräch, diese Menschen für das Krankheitsbild zu sensibilisieren und berufen Sie sich wenn nötig auf Fachliteratur oder verweisen Sie auf einen Experten. In der Regel ändert sich die Einstellung der Menschen, wenn sie sich hinreichend mit den Hintergründen der ADHS-Erkrankung auseinandergesetzt haben.

Freunde und Bekannte

Generell gilt: Besonders Personen, die näher an der Erziehung des Kindes beteiligt sind oder viel Zeit mit ihm verbringen, sollten umfassend über ADHS aufgeklärt werden. Auf der anderen Seite müssen Bekannte und Verwandte, die nur gelegentlich mit dem Kind zusammen sind und gut mit ihm klarkommen, nicht zwingend über die Erkrankung Bescheid wissen.

Geschwister

Besonders bei Geschwistern spielt die Aufklärung eine extrem wichtige Rolle. Natürlich ist etwas Rivalität durchaus normal, doch durch eine ADHS-Erkrankung kann der alltägliche „Geschwisterzwist“ schnell ausufern und zur Belastung für die ganze Familie werden.

Um Konflikte bereits im Vorfeld zu entschärfen, ist es wichtig, dass Sie auch die Geschwister umfassend über ADHS aufklären. Vermeiden Sie dabei Konkurrenzsituationen und direkte Vergleiche.

Mehr zum Familienalltag mit ADHS

Nicht jeder kann überzeugt werden

Selbst durch die besten Argumente lassen sich manche Großeltern und Verwandte nicht überzeugen. Sollten Sie trotz Allem weiterhin mit Reaktionen wie "Jetzt stell dich nicht so an, wir haben das früher auch alles geschafft" konfrontiert werden, macht es meist wenig Sinn, weitere Aufklärung betreiben zu wollen.

Verständnis können Sie neben den Fachleuten v.a. von anderen betroffenen Eltern bekommen. Die Elterninitiativen können Ihnen dazu Gruppen in Ihrer Region nennen.

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