Unterrichten Sie die Lehrer
Viele Eltern zerbrechen sich besonders darüber den Kopf, wie und ob sie den Lehrern die Diagnose ADHS mitteilen. Auch wenn es Ihnen nicht leicht fällt, sollten Sie versuchen, den Lehrer von der Diagnose zu unterrichten und für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.
Bedenken Sie, dass die Symptome von ADHS in der Schule üblicherweise am stärksten auftreten und Ihr Kind im besonderen Maße darauf angewiesen ist, eine positive Beziehung zur Lehrkraft zu haben und von dieser anerkannt zu werden. Häufig sind die Lehrer im Interesse des Kindes für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.
Suchen Sie das offene Gespräch

Versuchen Sie ein offenes Gespräch mit dem Lehrer zu führen, bei dem Sie ihn sachlich über das Störungsbild aufklären. Versuchen Sie dabei auf jeden Fall, auch die Position des Lehrers zu verstehen. Vermeiden sollten Sie möglichst, den Lehrer in aggressiver Weise unter Druck zu setzen. Dies führt in der Regel zu noch weniger Unterstützung für Ihr Kind.
Bleiben Sie in Ihren Forderungen realistisch und bitten Sie den Lehrer z.B. Ihr Kind in die erste Reihe zu setzen. Es ist leider häufig so, dass in großen Klassen viele Kinder Hilfe brauchen und die Möglichkeiten des Lehrers begrenzt sind.
Oftmals sind es auch die Lehrkräfte selbst, die als erste das Gespräch suchen. Auch in diesem Fall ist es wichtig, dass Sie keine Scheu haben, die Erkrankung direkt anzusprechen. Machen Sie sich bewusst, dass nur gemeinsam eine Verbesserung der Situation erreicht werden kann.
Mehr zum Thema Kommunikation in der Schule
Wenn Sie nicht weiterkommen
Haben Sie das Gefühl, der Lehrer will überhaupt nicht auf Ihre Argumente eingehen, wenden Sie sich am besten an den Schulleiter oder den zuständigen Schulpsychologen. Ist die Situation mit einer Lehrkraft völlig verfahren, kann es in seltenen Fällen sinnvoll sein, einen Klassenwechsel anzustreben.

