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Psychosoziale Faktoren und Ernährung

Auch wenn noch große Lücken im Verständnis der Erkrankung vorhanden sind, wird ursächlich von einer Störung im Frontalhirn ausgegangen. Als sicher gilt, dass ADHS nicht - wie ehemals vermutet - durch psychosoziale Störungen, Fehler in der Erziehung oder niedriges Intelligenzniveau hervorgerufen wird. In der Diskussion steht jedoch, ob Faktoren wie Erziehungsfehler, Vernachlässigung, kindliche Traumata und psychosoziale Faktoren die Ausprägung des Erscheinungsbildes verstärken können (1,2).

Es existieren auch Auffassungen, dass Nahrungsmittelbestandteile (Phosphate, Zucker, Milch, Eier, Nahrungsmittelzusätze wie Farbstoffe), Vergiftungen mit Schwermetallen und Allergien die Symptomatik auslösen oder verschlimmern. Die wissenschaftlichen Beweise dafür sind jedoch nie erbracht worden.Im Einzelfall können Überempfindlichkeiten auf Nahrungsstoffe zu ADHS vergleichbaren Symptomen führen, die dann aber durch eine entsprechende Diät behoben werden können (1). Dies ist nur bei etwa 10 Prozent der von ADHS betroffenen der Fall (3).

 

 

Weiterführende Links

Ursachenforschung

Wie wird ADHS behandelt?

Quellen

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  1. Krause, K. H.; S. Dresel; J. Krause: Neurobiologie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Psycho 2000; 26: 199-208
      

  2. Krause, Johanna; Ryffel-Rawak, Doris: Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung im Erwachsenenalter. Psycho 2000; 26: 209-223
      

  3. Rothenberger, A.: Neurobiologische Grundlagen, Kinderärztliche Praxis 2001; 27: Sonderheft 9-15

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