Page ID:409

Was können Eltern tun?

Bei den von ADHS betroffenen Jugendlichen ist die "Null-Bock-Mentalität" deutlich stärker ausgeprägt als bei Gleichaltrigen. Das erschwert die Berufswahl. Frühzeitig unterstützte Interessen und Hobbys können diese jedoch erleichtern. Denn auf den Lieblingsgebieten besteht meist ein erstaunliches Wissen. Wenn Eltern die Interessen ihrer Kinder schon vor der Pubertät fördern und von ihren eigenen Vorstellungen ablassen, finden die Jugendlichen leichter ihren Weg (1).

Die Chancen wahrnehmen

Nach oben

Jugendliche mit ADHS sind manchmal ungeheuer kreativ, haben eine lebendige Fantasie und können aus dem Nichts etwas erschaffen. Oft sind sie schauspielerisch begabt und können gut moderieren. Werden ihre künstlerischen Talente gefördert, steigt auch ihr Selbstwertgefühl. Manche Jugendliche sind durch ihren Hang zum Diskutieren und Argumentieren verbal versiert und fühlen sich in einem Beruf wohl, in dem sie Verkaufstätigkeiten übernehmen können. Andere Jugendliche sind sehr hilfsbereit und setzen sich gerne für die Belange anderer ein, einige Jugendliche mit ADHS entwickeln ein ausgeprägtes "Helfersyndrom". Diese Veranlagung können sie gut in sozialen Berufen ausbauen (2).

Nichts überstürzen

Nach oben

Jugendliche mit ADHS sollten nicht zu früh in die völlige Unabhängigkeit entlassen werden, auch wenn der Wunsch dazu sehr groß ist. Ohne die verständnisvolle Unterstützung der Eltern kommen sie meist noch nicht zurecht. Vorhaltungen und Ermahnungen durch die Eltern helfen nicht weiter; der Jugendliche muss Erfahrungen selbst machen dürfen, braucht dazu aber starken Rückhalt in der Familie (2).

Hilfe durch Dritte

Nach oben

Da der Jugendliche mit ADHS spürt, dass er anders ist als seine Gleichaltrigen, empfindet er es als große Hilfe, wenn er von professioneller Seite Unterstützung erfährt. Daher ist es ratsam für die Eltern, sich mit ihrem Teenager an einen kompetenten Ansprechpartner zu wenden. Konkrete Hilfestellung in der schwierigen Zeit der Pubertät bedeutet für die ganze Familie eine große Entlastung (2).

Quellen

Nach oben

  1. Skrodzki, Dr. Klaus: Das Hyperkinetische Syndrom, Bundesverband Aufmerksamkeitsstörung/Hyperaktivität e. V., Postfach 60, 91291 Forchheim, 1996
      

  2. Neuhaus, Cordula: Hyperaktive Jugendliche und ihre Probleme, Urania-Ravensburger Verlag, 2000

Die Chancen wahrnehmenNichts überstürzenHilfe durch DritteQuellen

ADHS − ein Betroffener erzählt

Nach oben

So fand Lukas mit der richtigen Therapie von einem ständigen Auf und Ab der Gefühle zu einem fast normalen Leben
Mehr

Arztsuche

Nach oben

Finden Sie Ärzte in Ihrer Umgebung mit dem Tätigkeitsschwerpunkt ADHS. Geben Sie einfach die Anfangsziffern Ihrer Postleitzahl oder den Ort ein.

ADHS-Webkonferenz.

Nach oben

„ADHS? Ursachen, Diagnose und Therapie“ Aufzeichnung des Vortrags von Fr. Prof. Dr. Caby und anschließender Fragerunde.
Mehr

© Lilly Pharma Holding GmbH 2006      Impressum / Datenschutz / Nutzungsbedingungen | Sitemap | Geändert: 6.11.2007